Derrygowns - Golden Retriever Zucht im Deutschen Retriever Club e. V.      
 
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Golden Retriever:
 
 

Auf der Homepage des Deutschen Retriever Clubs (DRC) gibt es eine sehr treffende Rassebeschreibung für den Golden Retriever, der in Großbritannien einst als reiner Apportierspezialist für die jagdliche Arbeit nach dem Schuss gezüchtet wurde:

 

http://www.drc.de/content/golden-retriever-ausfuehrliche-rassebeschreibung

 

Auch wenn viele Hundeliebhaber den Golden u. a. wegen seines sanften Wesens als den idealen Familienhund ansehen, so ist er von seinen Anlagen her auch heute noch ein Jagdhund. In der Rasseliste der FCI findet man den Golden Retriever in der Gruppe 8 - Apportier-, Stöber- und Wasserhunde.

 

 
 
Linn
 Bei der Wasserarbeit hat Linn sich Kletten
 eingefangen, was sie nicht stört.
 
 
Linn
 Jagdliche Arbeit
 
Linn
 
Linn
 
 
 

Showlinien / Arbeitslinien:

 

Im DRC werden sowohl Golden Retriever aus Showlinien als auch Golden aus reinen Arbeitslinien gezüchtet. Showgolden sind meist kräftiger im Knochenbau, ihr Fell ist heller und plüschiger und sie haben oft ausdrucksvolle Köpfe mit viel Stopp. Arbeitsgolden wirken dagegen zarter, sportlicher und ihr dunkleres Fell hat weniger dicke Unterwolle. So lautet zumindest das auf das Aussehen bezogene Klischée.

 

Einige Züchter mischen ganz bewusst die Vertreter der unterschiedlichen Linien, zum Beispiel um gesundheitliche, optische oder wesensmäßige Stärken und Schwächen in den Linien auszugleichen, so dass man rein am Erscheinungsbild nicht zweifelsfrei erkennen kann, ob man einen Golden aus reinen Show- oder Arbeitslinien vor sich hat.

 

Die im DRC übliche Unterscheidung nach "Standardzucht" und "jagdlicher Leistungszucht" bzw. "spezieller jagdlicher Leistungszucht" sagt ebenfalls nichts über die Linien aus, sondern belegt lediglich, dass die Eltern- bzw. auch die Großelterntiere bestimmte jagdliche Prüfungen absolviert haben. 

 

Aus welchen Linien ein Golden Retriever Welpe stammt und ob man bei seinen frühen Vorfahren  mehr nach Arbeitsanlagen/-leistungen oder mehr nach Show-Ergebnissen selektiert und verpaart hat, erkennt man zweifelsfrei also nur an den Ahnentafeln. 

 

Nahezu allen Golden Retrievern gemeinsam ist ihre Menschenfreundlichkeit. Sie wollen am liebsten überall dabei sein und sind - auch wenn man das alleine bleiben können behutsam aufbaut - nicht wirklich glücklich, wenn man sie regelmäßig zu lange alleine lässt und vom Familienleben ausschließt.

 

Literaturempfehlungen zur Rasse:

 

Susanne Bona, Birgit Rabe: "Golden Retriever: Geschichte, Haltung, Ausbildung, Zucht", Kosmos Verlag

 

Margitta Becker-Tiggemann, Veronika Hofterheide: "Golden Retriever: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung", Kosmos Verlag

 

 

Beschäftigung:

 

Golden Retriever sind fröhliche, menschenbezogene, intelligente und aktive Hunde einer spezialisierten Jagdhunderasse, die mehr tun wollen als angeleint um den Block zu gehen, im Garten nach Mäusen zu buddeln und abends vor dem Fernseher liegend gekrault zu werden. 

 

Insbesondere bei Golden Retrievern aus Arbeitslinien kann man davon ausgehen, dass sie mit ihren Hundeführern leben und arbeiten wollen und vor allem Aufgaben brauchen, die ihre Intelligenz und ihre Nase fördern.  

 

Wer selbst keine echte Freude daran hat, seinen Retriever ein Hundeleben lang art- und rassegerecht auszubilden und regelmäßig zu beschäftigen, sollte keinen Welpen einer Arbeitsrasse bei sich aufnehmen. Denn ein Hund, dessen natürlicher Jagd- und Beutetrieb nicht in die richtigen Bahnen gelenkt wird, sucht sich seine Beschäftigung notfalls selbst (Hetzen von Wild oder Fahrradfahrern, sinnloses Kläffen und Buddeln im Garten, Anknabbern der Tapeten im Haus etc.). Rein körperliche Beschäftigung wie Fahrradfahren mit Hund oder Ballwerfen, verschafft arbeitsfreudigen Hunden nur mehr Kondition und pusht sie immer weiter auf, so dass sie im Haus kaum noch zur Ruhe kommen können - ein Teufelskreis.

 

Unter rassegerechter Beschäftigung verstehe ich den Einsatz als Jagdgebrauchshund bei einem Jäger mit Jagdmöglichkeiten in einem Niederwildrevier und/oder das Dummytraining, bei dem jagdliche Situationen mit Leinensäckchen nachgestellt und trainiert werden.

 

Ob man als Dummysportler über das regelmäßige Training hinaus auch Prüfungen (Workingtests) meldet und sich dem sportlichen Wettbewerb mit anderen Retrieverführern stellt, ist zweitrangig, denn dem Hund sind Pokale und Urkunden egal. Das gemeinsame Tun beim Ausbilden und Arbeiten macht die Hunde glücklich, stärkt die Mensch-Hund-Bindung und ist deshalb das eigentliche Ziel!

 

Wer selbst so gar keine Freude am Dummytraining hat und keinen Jagdschein besitzt, kann dennoch ein geeigneter Retrieverführer sein. Denn auch Obediance, Dogdance, Behinderten-, Assistenzhunde-, Rettungshundearbeit o. ä. kann einen Retriever durchaus artgerecht auslasten. 

 

 

Literaturempfehlungen zur Welpenausbildung und rassegerechten Beschäftigung:

 

Norma Zvolsky: "Retrieverschule für Welpen", Kosmos Verlag

 

Norma Zvolsky: "Die Kosmos Retrieverschule: Grunderziehung und Dummytraining", Kosmos Verlag

 

 

Weitere Links zur Rasse:

 

www.drc.de

www.drc-mainz-wiesbaden.de

 

 

  
Linn
 Voranschicken über einen See
 
Linn
 
 
 
Linn
 
Linn
 Überwinden einer strömungsreichen Fischtreppe
 
 

 

 

 

 

 

 

 

© 2018 Barbara Tybussek